Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

 

Eine Vorsorgevollmacht ist für den Fall wichtig, dass Sie aufgrund einer Krankheit, eines Unfalls oder anderer Umstände – eventuell auch nur für einen vorübergehenden Zeitraum – für sich selbst keine Erklärungen abgeben können, etwa als Folge eines Schlaganfalls.

Dann ist es wichtig, dass Sie jemanden bevollmächtigt haben, der für Sie auftreten kann. Das gilt im Krankenhaus gegenüber den Ärzten, aber auch im Geschäftsverkehr gegenüber Behörden, der Krankenkasse o.ä.

Wichtig ist es zu wissen, dass Ihr Ehegatte ohne eine solche Vollmacht nicht automatisch Ihre Interessen wahrnehmen kann.

In dieser Vollmacht können Sie Ihren Ehegatten, aber auch zusätzlich Ihre Kinder oder andere Personen Ihres Vertrauens, bevollmächtigen.
Die Vollmacht kann auch auf einzelne Wirkungskreise eingeschränkt werden, so dass ein Bevollmächtigter z.B. nur für den Geschäftsverkehr, der andere für Erklärungen im Krankenhaus zuständig ist.

Im Rahmen einer Vorsorgevollmacht kann eine Patientenverfügung abgegeben werden. Darin können Sie z.B. erklären, dass Sie im Falle einer unheilbaren Krankheit nicht mit intensiv-medizinischen Mitteln, z.B. einer Magensonde, künstlich am Leben erhalten werden.


Hinweis:

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung müssen nicht unbedingt vor einem Notar beurkundet werden. Eine Beurkundung ist aber sinnvoll, weil ich als Notar in der Urkunde festhalte, dass Sie geschäftsfahig waren und die Tragweite Ihrer Erklärungen in vollem Umfang verstanden haben. Das ist für eine spätere Durchsetzung Ihrer Interessen sehr wichtig.